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Ukraine-News am Donnerstag: Wasserversorgung in Kiew teils wiederhergestellt, Strom soll folgen

Arbeiten an einer Leitung nahe Cherson (19. November)Ihor Tkachov / AFPDieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.Die drei nach russischen Angriffen vom Stromnetz getrennten ukrainischen Atomkraftwerke sind wieder ans Netz gegangen. Russland hat nach britischer Einschätzung große Teile seiner Luftlandeeinheiten in die Ostukraine verlegt.Am Morgen nach den schweren russischen Raketenangriffen konnte die Strom- und Wasserversorgung in Kiew erst teilweise wieder hergestellt werden.12.30 Uhr: Die Militärführung in Kiew hat sich für den polnischen Vorschlag ausgesprochen, die von Berlin angebotenen Luftabwehrsysteme vom Typ Patriot in der Ukraine zu stationieren. »Warum sollten sie in Polen stehen? Man kann sie im westlichen Teil der Ukraine aufstellen«, sagte Luftwaffensprecher Jurij Ihnat im Fernsehen. Damit würde Europa seinen Luftraum schon im Vorfeld schützen.Die Patriot-Raketen hätten eine Reichweite von 150 Kilometern und ihre Treffsicherheit sei umso höher, je näher das Ziel sei, sagte er. Zusammen mit den schon bestehenden Luftabwehrsystemen S-300, Buk sowie Jagdgeschwadern der ukrainischen Luftwaffe könnten sie die Sicherheit am Himmel deutlich verbessern, meinte Ihnat.In der vergangenen Woche war im polnischen Grenzgebiet zur Ukraine eine Rakete eingeschlagen, zwei Zivilisten kamen ums Leben. Derzeit nimmt der Westen an, dass es eine ukrainische Flugabwehrrakete war, die zur Verteidigung gegen Angriffe des russischen Militärs eingesetzt wurde. Berlin hat Warschau nach dem Vorfall angeboten, Luftabwehrraketen vom Typ Patriot aus deutschen Beständen an der polnischen Grenze zu stationieren. Polen schlug am Mittwoch vor, die Waffen gleich im grenznahen Westen der Ukraine aufstellen zu lassen.11.33 Uhr: Die EU bereitet ein neuntes Sanktionspaket gegen Russland vor, sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bei einem Besuch in Finnland. »Wir arbeiten hart daran, Russland dort zu treffen, wo es weh tut, um seine Fähigkeit, einen Krieg gegen die Ukraine zu führen, noch weiter abzuschwächen«, sagte von der Leyen. Sie sei zudem zuversichtlich, »dass wir sehr bald mit der G7 und anderen wichtigen Partnern eine globale Preisobergrenze für russisches Öl beschließen werden.«Finnlands Premier Sanna Marin zusammen mit Ursula von der Leyen, Estlands Premier Kaja Kallas und Schwedens Vize-Regierungschefin Ebba Busch11.00 Uhr: Die drei nach russischen Angriffen vom Stromnetz getrennten ukrainischen Atomkraftwerke sind wieder ans Netz gegangen. Es sei gelungen, die drei von der Ukraine kontrollierten Anlagen am Morgen wieder anzuschließen, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Die AKW dürften demnach ab dem Abend wieder Strom liefern.Am Mittwoch hatte der staatliche Betreiber Energoatom auf Telegram erklärt, dass das Notfallsystem der drei Akws Riwne, Piwdennoukrainsk und Chmelnyzka infolge des russischen Beschusses aktiviert worden sei. Daraufhin seien alle Reaktoren automatisch vom Stromnetz abgetrennt worden.10.29 Uhr: Die jüngsten russischen Luftangriffe haben Kiew schwer getroffen. Große Teile der Stromversorgung sind ausgefallen – und damit auch Wasser und Heizungen. SPIEGEL-Korrespondent Christian Esch berichtet aus der Hauptstadt:9.30 Uhr: Die Meinungsfreiheit in Russland ist seit Jahren eingeschränkt. Doch mit Beginn des russischen Angriffskriegs haben Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtsaktivisten noch mal eine Zunahme von Repressalien beobachtet – Proteste würden im Keim erstickt. Lesen Sie hier mehr dazu.9.18 Uhr: Ungarn stellt für ein von der EU geplantes Hilfspaket für die Ukraine 187 Millionen Euro zur Verfügung. Das geht aus einem am späten Mittwochabend veröffentlichten Dekret hervor. Die ungarische Regierung hatte erklärt, sie wolle der Ukraine finanziell helfen, aber lieber bilateral als als Teil der EU-Hilfen. Die EU hat der Ukraine für 2023 bis zu 18 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.Ministerpräsident Viktor Orbán hatte vor ein paar Tagen die Ukraine mit einem Schal verärgert. Wie aus in Medien verbreiteten Fotos hervorgeht, ist auf dem Schal das Land Ungarn in alten Grenzen dargestellt, die auch Territorien umfassen, die heute zur Ukraine, Österreich, Slowakei, Rumänien, Kroatien und Serbien gehören. Die Ukraine forderte eine Entschuldigung und eine Erklärung, dass Ungarn keine Ansprüche auf ukrainisches Territorium erhebe.9.00 Uhr: Am Morgen nach den schweren russischen Raketenangriffen konnte die Strom- und Wasserversorgung in Kiew erst teilweise wieder hergestellt werden. »70 Prozent der Hauptstadt sind bisher ohne Elektrizität«, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen auf seinem Telegram-Kanal mit. Immerhin sei es gelungen, die Stadtteile am linken Flussufer des Dnjepr wieder mit Wasser zu versorgen. Die kommunalen Dienste arbeiteten mit Hochdruck an der Behebung der Schäden, doch die Stromversorgung Kiews hänge auch von der Stabilität des gesamten Energiesystems in der Ukraine ab.Das russische Militär hatte am Mittwoch nach Angaben Kiews etwa 70 Raketen und Drohnen auf die Ukraine abgeschossen. Ziele waren wie bei den vorangegangenen Angriffen vornehmlich Objekte des Energiesektors. Nach Abschaltung der ukrainischen Kernkraftwerke infolge der Attacke kam es landesweit zu Stromausfällen.Der Kommandeur der russischen Truppen in der Ukraine, General Sergej Surowikin , erlangte bereits bei seinem Einsatz in Syrien ein paar Jahre zuvor Bekanntheit dafür, dass er zivile Ziele angreifen ließ, um seine Gegner zu schwächen. Nach seiner Ernennung in der Ukraine sind Angriffe auf die kritische Infrastruktur des Landes zu einem wichtigen Bestandteil der russischen Kriegsführung geworden.8.29 Uhr: Russland hat nach britischer Einschätzung große Teile seiner Luftlandeeinheiten in die Ostukraine verlegt. Potenzielle Einsatzgebiete seien die Verteidigungsstellungen in der Gegend um die Städte Swatowe und Kreminna im Gebiet Luhansk oder auch bei der andauernden russischen Offensive gegen die Stadt Bachmut im Gebiet Donezk. Das teilte das Verteidigungsministerium in London unter Berufung auf Geheimdiensterkenntnisse mit. Im September und Oktober seien die Truppen zur Verteidigung westlich des Flusses Dnjepr im südukrainischen Gebiet Cherson eingesetzt worden.Einige der stark geschwächten Luftlandeeinheiten (WDW) wurden nach britischen Angaben mit mobilisierten Reservisten aufgefüllt. »Obwohl dieses schlecht ausgebildete Personal die vermeintlichen Elitefähigkeiten der WDW verwässern wird, wird Russland diese Einheiten wahrscheinlich immer noch Abschnitten zuweisen, die als besonders wichtig erachtet werden«, hieß es aus London.Die russischen Luftlandetruppen gelten als Eliteeinheit und stellen eine eigene Truppengattung der Streitkräfte dar. Zu Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine vor neun Monaten sollten sie gemeinsam mit Bodentruppen die Hauptstadt Kiew erobern, wurden aber zurückgeschlagen.Den Überblick über die Ereignisse in der Nacht und am Vorabend finden Sie hier: Kiew zu 80 Prozent ohne Strom und Wasser, Selenskyj fordert Schritte gegen RusslandArbeiten an einer Leitung nahe Cherson (19. November)Ihor Tkachov / AFPFinnlands Premier Sanna Marin zusammen mit Ursula von der Leyen, Estlands Premier Kaja Kallas und Schwedens Vize-Regierungschefin Ebba BuschMelden Sie sich an und diskutieren Sie mitsource

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