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Elon Musk lobt Israels Twitter-Account  

JERUSALEM (inn) – Das Social-Media-Team des offiziellen israelischen Twitter-Accounts hat für einen Tweet von unerwarteter Seite Lob bekommen. Der reichste Mensch der Welt und seit kurzem Besitzer von Twitter, Elon Musk, nannte die Tweets der Israelis „gut“. Mehr Länder sollten so wie Israel twittern. Spießige Tweets würden dagegen keine Freude machen.

Your tweets are good! More countries should tweet like this. No fun being all stuffy.— Elon Musk (@elonmusk) November 21, 2022

Was ist passiert?

Nachdem der amerikanische Rapper Kanye West, der sich nur noch „Ye“ nennt, seine einmonatige Twitter-Sperre wegen antisemitischer Tweets abgesessen hat, meldete er sich mit einem „Shalom“ auf der Plattform zurück. Der Twitter-Account Israels griff den Tweet Wests auf und schrieb: „Wir würden gern von dieser Erzählung ausgeschlossen werden.“ Zusätzlich verlinkten die Israelis die amerikanische Musikerin Taylor Swift.

Hintergrund ist eine Fehde zwischen West und Swift. Bei den MTV-Video-Awards 2009 erhielt die damals 19-jährige Sängerin den Preis in der Kategorie „Best Female Video“. Als sie den Preis entgegennehmen wollte, stürmte West auf die Bühne, entriss ihr das Mikrophon und sagte, dass die Popsängerin Beyoncé „eines der besten Videos aller Zeiten“ produziert hat und den Preis verdient hätte.

Kanye West, Taylor Swift und Israel

Den Höhepunkt erreichte der Streit schließlich 2016. In dem Jahr veröffentlichte West die Single „Famous“. Darin findet sich die Zeile: „Ich habe das Gefühl, dass ich und Taylor immer noch Sex haben könnten. Warum? Ich habe diese Schlampe berühmt gemacht.“ West bezog sich dabei auf den Vorfall von 2009.

Swift erklärte daraufhin in einer öffentlichen Stellungnahme, dass sie mit den frauenfeindlichen Aussagen im Lied nicht einverstanden sei und diese auch nie abgesegnet habe. Zudem schrieb sie, dass sie „von dieser Geschichte ausgeschlossen werden wolle“, von der sie seit 2009 ungefragt Teil sei.

In der amerikanischen Internet-Community hat sich der Ausdruck in den vergangenen Jahren zu einer ironischen Reaktion auf unangenehme oder ärgerliche Situation entwickelt.

Musk und sein Israel-Besuch

In den weiteren Kommentaren schrieb ein Journalist der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“ an Musk gerichtet, er solle Israel besuchen. Darauf antwortete der Twitter-Besitzer, dass er Israel bereits besucht habe und die Reise „großartig“ war.

Hinter dem Account, dem 900.000 Menschen folgen, steht nach eigenen Angaben das israelische Außenministerium. Als Geburtstag gibt der Account den 14. Mai an, den Tag der Israelischen Staatsgründung.

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